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20.5.2012 : 1:42 : +0200

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Wissen - Schweißtechnik

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Erst Wissen - dann kaufen

Hier eine kleine Übersicht aus unserem Informationslexikon zum Thema Schweißtechnik.

Übersicht:

  • Verfahren Elektrodenschweissen
  • Verfahren MIG-MAG-Schweissen
  • Verfahren Lötschweissen
  • Verfahren WIG-Schweissen
  • Verfahren Plasma-Schneiden
  • Verfahren Elektroden-Schweisstrafos
  • Der Inverter
  • Ampere
  • Über die Einschaltdauer
  • Die Netzsicherung
  • Was kostet ein Meter Schweissnaht?

Glossar

Die meisten Fachausdrücke zum Thema Schweißen finden Sie in unserem Glossar. Ein nützliches und deutliches Wörterbuch mit Wörten wie z.B. :

MMA, WIG, MIG-MAG, FLUX, HF-Zündung, LIFT-Zündung, Chopper, Inverter, Short arc ....

Elektroden-Schweisstrafos bitte wiegen.

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Hier empfehlen wir Ihnen diesen klassischen Basistest. Denn vom Gewicht lässt sich auf die Grösse und die Bauart des Transformators schliessen. Und dieser bestimmt eben die Schweissleistung und die Einschaltdauer.

Da kann auch so manches bunte Knöpfchen an einem Gerät unserer vielfältigen Konkurrenz nicht darüber hinwegtäuschen.

Und noch was! Der Trafo muss aus Kupfer gewickelt sein. Kupfer ist nun mal ein sehr guter elektrischer Leiter. Und alle anderen Materialien im Trafo dienen höchstens der Kalkulation des Herstellers. In der letzten Zeit verdrängen ein wenig die Inverter die guten alten Schweisstrafos. Wer aber auf robuste, unverwüstliche Technik setzt und wem es auf ein paar Kilos mehr nicht ankommt, bleibt dabei.

Der Inverter.

Hier entscheiden mal wieder die inneren Werte. Im Zuge der Entwicklung von Leistungselektronik entstand eine neue Art von Schweissgerät: der Inverter. Hier wird der Netzstrom zuerst durch Dioden in Gleichstrom verwandelt und dann elektronisch „zerhackt“ und danach wieder „geglättet“. Nur so wird eine hohe Übertragungsfrequenz erreicht. Folge ist ein kleiner und leichter Transformator. Das klingt so einfach, ist aber mit hohem elektronischen Aufwand verbunden. Mit Schweisstransformatoren haben Inverterschweissgeräte technisch nicht viel gemeinsam. Sie sind komplexe Geräte von sehr niedrigem Gewicht und kompakter Bauweise mit besten Schweisseigenschaften. Doch diese Technik ist teurer und mit einem hohen Entwicklungsaufwand verbunden. Eine Tatsache, die mancher Hersteller scheut und „irgendwo“ im Ausland zukauft und nachdem alles zusammengebaut ist, klebt er sein Markenzeichen und teilweise „Made in Germany“ drauf und gut. Gut? Ohne eigene Erfahrung, ausgeliefert der Qualität und dem Know-how von „irgendwo“. Nehmen wir einmal an, Sie brauchen nach ein paar Jahren ein Ersatzteil. Nun ja, wir bauen unsere Inverter selbst und wissen warum.

Ampere!

Das sagt noch nicht viel. So mancher Autotuner wäre sicher in der Lage, einen VW Golf-Motor so aufzubohren, dass der gute Golf mit 250 km/h über die Autobahn brettern könnte. Die Frage ist nur, wie lässt er sich fahren? Hoffentlich geradeaus. Genau so verhält es sich bei Schweissgeräten, wenn einer von Ampere (PS) spricht. Es besagt wieviel Strom im Lichtbogen fliesst. Das wär`s aber schon. Zündfähigkeit, Drosselkombination, Leerlaufspannung, Arbeitsspannung, optimale Einbrandtiefe und vieles mehr müssen auch noch passen. Und zwar ganz genau. Erst die Summe aller Dinge ergibt ein brauchbares Schweissgerät. Das erkennt man zum Beispiel an dem, was landläufig als Schweisseigenschaften bezeichnet wird. Zuständig für Schweissgeschwindigkeit, Nahtaussehen und für wenig Schweissspritzer. Doch da sieht man Menschen stundenlang Schweissspritzer abflexen. Über Jahre verlieren Sie so mehr als Ihr gutes Geld. Aber Leistung hat bekanntlich ihren Preis - bei uns jedoch keinen unnötig hohen.

Die Einschaltdauer (ED).

Bitte keine unnötigen Zwangspausen. Die Umwandlung der Netzspannung in Schweissspannung kann physikalisch nicht ohne Verluste durchgeführt werden. Das hängt mit dem Innenwiderstand des Leiters zusammen. Wir in Auenwald nehmen für diese Konstruktion Kupfer und nichts anderes. Viele bauen wohl wieder aus Preisgründen Aluminium ein. Die Konsequenz ist, dass die Erwärmung des Schweissgerätes noch schneller vonstatten geht. Und jetzt ist es passiert, Ihr Schweissgerät verlangt nach Abkühlung und schaltet sich aus. Je öfter, um so mehr geht dieses Erreichen der Übertemperatur auf die Lebensdauer des Schweissgeräts. Das Verhältnis von Schweissdauer und Abkühlphase wird als Einschaltdauer (ED) bezeichnet. Zur Bestimmung der ED gilt für Profi-Schweissgeräte die Norm EN 60974-1 (den Geräten für eingeschränkten Gebrauch und Hobby wird die Norm EN 50060 zugrundegelegt). Die ED wird innerhalb einer Zyklusdauer von 10 Minuten (100%) ermittelt. Eine ED von 60% bedeutet demnach, dass die Schweisszeit 6 Minuten (60%) und die Abkühlzeit 4 Minuten (40%) betragen. Diese Daten gelten dann als Normmesswerte, die zum Vergleich verschiedener Geräte dienen. Die Ermittlung der ED erfolgt bei einer bestimmten Umgebungstemperatur. Bis vor kurzem waren 25° vorgegeben, also eine Temperatur, die dem durchschnittlichen Einsatz in Mitteleuropa entspricht. Inzwischen wurde auf 40° erhöht. In der Übergangszeit führt diese Änderung teilweise zum Vergleich von Äpfeln mit Birnen. Deshalb geben wir solange bei den meisten Geräten die Werte bei 25° und 40° an. Dadurch sind Sie gut informiert und können richtig vergleichen. Grundsätzlich gilt: Je höher die ED, um so geringer die Zwangspausen.

Die Netzsicherung.

Manche haben Grenzen. Nehmen wir einmal an, Sie wollen am 230 V- (Licht-) Netz schweissen und das heisst nach unserer Meinung: arbeiten. Doch immer wieder fliegt die Netzsicherung raus. Ärgerlich. Oder Sie arbeiten an langen Verlängerungskabeln und beim Schweissen fehlt einfach Leistung! Was genau geschieht, wollen wir kurz erklären: Die im Lichtbogen bzw. im Schmelzbad benötigte Energie muss direkt aus dem Stromnetz kommen. Speziell dafür haben wir das SPM (SinePowerManagement) erfunden. Das Wesentliche daran hat unsere Konkurrenz eh schon im Patent nachgelesen. Manches aber hüten wir als Betriebsgeheimnis. Und die liegen alle sicher verstaut in unserem Panzerschrank im schönen Auenwald.

Was kostet ein Meter Schweissnaht?

Also - vor uns liegen 100 cm jungfräuliche MIG-MAG-Naht und dafür fallen folgende gedachte Kosten an: 76 cm werden von den Löhnen bestimmt. 7,5 cm sind die Gaskosten. 5 cm kostet der Draht und 2 cm der Strom. Der Anteil, den das Schweissgerät (Anschaffung, Abschreibung und Zins) an den Gesamtkosten einnimmt, beträgt nur 3 cm. Darüber sollten wir alle mal nachdenken. Im Vergleich zu Lohn und Hilfsstoffen ist die Neuanschaffung eines Schweissgerätes somit klar gering. Doch alle Welt schaut auf den Preis der Maschine und vergisst das Leben danach. Im Besonderen die Lohnkosten, die durch das falsche, günstigere Schweissgerät drastisch in die Höhe gehen werden. Bitte bedenken Sie: Lorch baut Schweissmaschinen für Ihre Arbeit und für ein sorgenfreies angenehmes Leben.